Christian Adolphy

 

 

 

 

"Ich suche nicht – ich finde.

Suchen, das ist das Ausgehen von alten Beständen und das Finden-Wollen von bereits Bekanntem. Finden, das ist das völlig Neue.

Alle Wege sind offen, und was gefunden wird, ist unbekannt. Es ist Wagnis, ein heiliges Abenteuer.

Die Ungewissheit solcher Wagnisse können eigentlich nur jene auf sich nehmen, die im Ungeborgenen sich geborgen wissen, die in der Ungewissheit geführt werden, die sich vom Ziel ziehen lassen und nicht selbst das Ziel bestimmen."

Pablo Picasso

Meine Ausbildung bei Bert Hellinger

Im Jahr 1999 kam ich zum ersten Mal mit Bert Hellingers Arbeit in Berührung. Meine liebe Frau hatte sich zwei Bücher ausgeliehen: „Zweierlei Glück“ und „Ordnungen der Liebe“. Ich schaute eher zufällig in diese Bücher hinein, ich hatte damals mit diesen Themen im Grunde nicht viel zu tun. Aber irgendwie sprachen mich die Texte von Bert sofort an, ich wusste gar nicht so genau warum. In dieser Zeit wurde ich krank, meine Symptome wurden schlimmer,  sodass ich nicht mehr meiner Arbeit nachgehen konnte. Es ließ sich keine „vernünftige“ schulmedizinische Diagnose stellen, also begab ich mich auf die Suche nach alternativen Wegen der Heilung und beschloss es doch mal mit einer Familienaufstellung zu versuchen. Ich wollte dies aber intuitiv nicht bei einem anderen Aufsteller sondern bei Bert Hellinger persönlich machen. Das war nicht so einfach, er hat damals nicht so viele Veranstaltungen gemacht und es war auch nicht so einfach, Informationen darüber zu bekommen (das Internet war ja noch nicht verbreitet). Nach vielem Suchen konnte ich mich zu einem Drei-Tage-Seminar in der Urania in Berlin anmelden. Es waren etwa 900 Teilnehmer dort, ich hatte großes Glück noch eine Eintrittskarte und sogar eine Klientenkarte zu bekommen.

Ich weiß noch genau wie mich von Anfang an und bis zum Ende des Seminars die gesammelte, gespannte, liebevolle Arbeitsatmosphäre von Bert und der ganzen Gruppe erstaunte und beglückte. Ich war solch große Veranstaltungen in Hörsälen nur aus meinen Studienzeiten gewohnt. Diese waren für gewöhnlich langsam und langatmig, besonders wenn sie über mehrere Tage gingen. Hier war es nun völlig anders. Ich war von Anfang an fasziniert und gespannt von dieser Arbeit, es war eine Arbeit auf einer ganz anderen Ebene, die in keinem Moment langweilig und auch nie belastend war. Vom Anfang an faszinierte mich auch mit welcher Ruhe und Zuwendung Bert arbeitete.

Mein Glück bei diesem Seminar ging weiter, ich bekam einen Platz auf der Bühne und wurde von Bert als einer der Klienten ausgewählt. Ich weiß noch wie heute als ich neben ihm saß und er sich mir zuwendete. So eine Liebe, so eine „geistige“ Liebe hatte ich noch nie zuvor gespürt. Die Aufstellung selbst, es waren sogar zwei Aufstellungen, waren für mich zunächst weder angenehm noch heilsam, und was mir Bert dazu sagte stieß mir eher vor den Kopf. Ich konnte die ganze Nacht nicht schlafen und hatte Vorwürfe gegen ihn und die Aufstellung. Aber am Morgen und am nächsten Seminartag ging es mir „unerwartet“ besser. Diese Aufstellungen damals und das was Bert Hellinger zu mir sagte veränderte nachhaltig mein Leben und wirkt bis heute nach. Ich war aber nicht nur angetan von seiner Arebit mit mir sondern von dieser ungewöhnlichen, gesammelten Arbeit an sich. Das war etwas völlig Neues, etwas das mit nichts vergleichbar war. Ich war irgendwie vom ersten Moment an in Resonanz mit Bert.

In den nächsten Monaten hatte ich noch gesundheitlich schwere Zeiten, doch ging es mir allmählich besser. Nach einem Jahr Pause konnte ich wieder einen Beruf ausüben, einen neuen Beruf. Ich kaufte mir viele Bücher, Videos und CDs von Bert. Ich machte damals auch noch eine Reihe von Seminaren bei anderen Familienaufstellern in meiner Nähe und hörte noch einige Vorträge, die Bert in verschiedenen Städten hielt. Anfang der 2000er Jahre fiel Bert dann ja, besonders nach der Veröffentlichung seines Buches „Gottesgedanken“, bei vielen Medien in Ungnade und es gab in dieser Zeit nicht so viele Veranstaltungen von ihm. In der folgenden Zeit, ich hatte jetzt auch Internet, entdeckte ich die Hellingerschule und zögerte nicht, mich zu der dort angebotenen Ausbildung anzumelden. Dort durfte ich zu meinem großen Glück in einer recht kleinen Gruppe, ich schätze es waren 50-60 Frauen und Männer insgesamt 13 Seminartage lang von Bert lernen. Was für ein Geschenk! Auch in den Jahren danach konnte ich dank der Hellinger Schule an vielen weiteren Seminaren in allen möglichen Orten mit Bert und später auch mit Seminaren, die er zusammen mit seiner Frau Sophie hielt, teilnehmen. Ich hatte damals nicht die Idee, dies einmal beruflich zu machen, es zog mich einfach zu Bert hin ich wollte von ihm möglichst viel lernen solange er noch da war.

Vita

Christian Adolphy, geboren 1966 in Landau/Pfalz

1992-1998 Studium der Wirtschaftwissenschaften in Mainz, Abschluss Diplom-Kaufmann

1990-1999 Lehrerausbildung und Leitung einer Schule für Qi Gong und Tai Chi in Frankfurt/Main

1999 Aufgrund einer Erkrankung musste ich meinen Beruf aufgeben. Auf diesem Weg und der Suche nach Heilung lernte ich Bert Hellinger in einem Seminar in Berlin kennen. Diese Begegnung hat mich nachhaltig geprägt und geheilt.
 

2000-2006 diverse Seminare im Familienstellen bei Bert Hellinger und anderen Lehrern

2007-2018 Ausbildung durch Bert Hellinger an der Hellingerschule, regelmässige Teilnahme an Seminaren bei Bert Hellinger und anderen Dozenten der Hellingerschule
 

Seit 2010 leite ich Aufstellungsseminare

Weitere Lehrer im Familienstellen waren: G. Dietrich Weth, Eva Reuter, Gerhart Walper, Joel Weser

Seit 2013 beschäftige ich mich auch mit der Arbeit von Christian Meyer "Der Weg der inneren Erfahrung"

Seit 2018 bin ich Kursleiter im Berliner Institut für tiefenpsychologische und existenzielle Psychotherapie Karen Horney Institut e.V. (Bitep), unter der Leitung von Dipl.-Psych. Christian Meyer

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